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Über mich...

 

Hi! Schön, dass du mich gefunden hast. Mein Name ist MRJN, leidenschaftliche Sängerin, Tontechnikerin, Podcasterin und Coach im Bereich Selbstliebe, Verhandlung, Ernährung, Bewegung, uvm. Mein Künstlername ist eine Hommage an die Wurzeln meiner Eltern. Ihr kennt doch sicherlich die beliebte Frage in Kreuzworträtseln: Eine Insel in Kroatien? Krk – ein Ort ohne Vokale. Also streiche ich kurzerhand alle Vokale aus meinem gebürtigen Namen „Marijana“. Geboren und aufgewachsen bin ich allerdings im wunderschönen Köln.

 

Meine Musik ist eine Mischung aus elektronischem Pop und rauchigem RnB: Manches ist sanft und manches ist rau - sowie das Leben nun mal ist. Die Texte sind autobiografisch und spiegeln einige Emotionen wider; Von Angst, über Liebe bis zu Wut ist alles vertreten.

 

Mit meiner Musik möchte ich Kraft, Halt und Verbundenheit vermitteln und einen sicheren Raum schaffen, in dem alle Gefühle - sowohl positive als auch negative – willkommen sind. Ich möchte meine ZuhörerInnen inspirieren den Mut zu haben, etwas mehr sie selbst zu sein und für sich einzustehen, vielleicht sogar laut zu werden und bereit sein, die Welt zu verändern. Aus diesem Antrieb können ganze Revolutionen entstehen (siehe z.B. #metoo).

 

Ich halte mit meiner Musik der Gesellschaft einen Spiegel vor. Aus diesem Grund behandeln meine Texte Tabuthemen wie Selbstliebe, Sexismus, Rassismus und häusliche Gewalt. Ich möchte eine Brücke schlagen zwischen Realität und ungehörten Stimmen. Im Film „Lucy“ gab es für mich einen Schlüsselmoment als einer der Wissenschaftler Lucy, zu diesem Zeitpunkt fast 100 % ihrer zerebralen Kapazitäten nutzend, die Frage stellt: „Wie haben Sie Zugang zu all diesen Informationen?“ Sie antwortet: „Jede Zelle gibt jeder anderen Zelle ihr Wissen weiter.“ Nur dadurch kann jeder Mensch lernen und wachsen.

 

Eines morgens, ich war 5 Jahre alt, sahen meine Mutter und ich die Wiederholung des Eurovision Song Contests im Wohnzimmer und da war sie, die Sängerin Tajci, die den Song

„Hajde da ludujemo“ performte. Das Auftreten, die Musik und ihre Bewegungen faszinierten mich. Ich hatte bis dahin nie bewusst Musik im Fernsehen wahrgenommen. In diesem Augenblick verstand ich, was es bedeutet zu performen und übte diesen Song wochenlang bis zur Perfektion. Mit einer Bürste als Mikrofon stand ich vor dem Fernseher, schaltete die Videokasette an, spulte vor bis der Song ertönte und sang und übte jede Note, Bewegung und Mimik der 3:03 Minuten. Aus dieser Erfahrung heraus, ich war noch zu klein zu verstehen, worum es in dem Song wirklich ging, schrieb ich eigene Lieder und zeigte großes Interesse an diversen Musikinstrumenten.

 

Meine Liebe zur Musik wuchs stetig, leider auch die negativen Erfahrungen in einer männerdominierten Musikwelt: Eines meiner prägenden Momente war, als ich einen Text schrieb über den Druck, den ich diesbezüglich empfand und den Wunsch herauszubrechen. Für mich war dieser Text das erste Mal, dass ich mich und meine Verletzbarkeit zeigte. Gerade Mal nach 4 eingesungenen Sätzen unterbrach mich das Team lachend: „Zu „männlich“, „was soll das überhaupt bedeuten“, „das passt nicht zu dir“, usw. brach zwischen dem Lachen heraus.

Was war also die Quintessenz für mich? Ich saß als junge Frau zwar am Tisch, jedoch nicht als ernstzunehmende Sängerin oder Produzentin; ich sagte als junge Frau, was mich störte, aber wurde nicht gehört.

Wie jeder Prozess dauerte es eine Weile bis ich meine Wut verstand und katalysieren konnte. Ich studierte Tontechnik und bildete mich weiter, um unabhängig zu sein und als ich genau da ankam, wo ich technisch und künstlerisch hin wollte, trat Daniel „Dantana“ Düllmann, einen Musiker und Produzenten aus Stommeln, in mein Leben. Wir lernten uns auf einer Garten Geburtstagsfeier kennen. Ein gemeinsamer Freund stellte uns mit den Worten vor: „Ihr macht beide Musik, ihr werdet euch gut verstehen!“ „Aber kein Druck!“ sagte ich, wir stießen mit unseren Getränken und an redeten stundenlang über Lieblingsbands, Lieblingstextpassagen und verabredeteten uns schon für die darauffolgende Woche. Wir merkten auf Anhieb, dass wir harmonierten. Er inspirierte mich und ich ihn, alles wurde besser und fiel einfacher – ich hatte ich einen Partner auf Augenhöhe gefunden. Er verstand meine Vision und wollte ein Teil davon sein. Egal wie verrückt meine Ideen für andere schienen, ihm gefiel es, anders zu sein und er bestärkte mich darin. Nach zwei Probeaufnahmen arbeiteten wir an meinem Debütalbum „ALIEN“. Bereits in den ersten Songs schrieb ich über meine Erfahrungen, meine sozialkritische Weltanschauung und vor allem meine Wut. Die negativen Erfahrungen in meinem Leben hatten Narben hinterlassen und machten aus mir eine starke, unabhängige Frau, die ein Teil des Dialoges zur Gleichberechtigung, im Hinblick auf Geschlecht, Sexualität, Hautfarbe, Herkunft, etc., sein möchte.

 

Alles was ich brauchte um zu mir zu finden, war ein sicherer Ort, an dem ich mich frei ausdrücken konnte – und mehr braucht es nicht ein Leben zu verändern!